Übersicht

Hinweis

Die auf diesen Seiten benutzten Zugnummern (1-13) beziehen sich auf die Nummern bei der Henry Escher KG bis zur Übernahme von Intamin, die die erworbenen Züge neu nummerierte.

Die Züge von Grandmontagne in Saarbrücken und Karlsruhe waren nicht nummeriert. Sie werden auf diesen Seiten über die Farben definiert (blau, rosa, gelb und dunkelblau).

Überblick

Es gab 3 bzw. 4 verschiedene Serien der Porschelok, wobei es von der 3. Serie drei verschiedene Baujahre gibt. Da die Züge in reiner Handarbeit entstanden sind unterscheiden sich die einzelnen Serien und Baujahre im Detail.

Die Idee, die Ausstellungsbahn zu bauen und zu betreiben, hatte der Berliner Kaufmann Henry Escher sen. wohl durch den VW-Hechtzug des Arthur Franke, der von 1955 bis 1962 im Berliner Zoo als Kindereisenbahn seine Runden drehte und heute im Prototyp-Museum in Hamburg steht.

1959

Für die Bundesgartenschau 1959 in Dortmund lies Escher bei der Sollinger Hütte in Uslar 4 Züge der Serie 1 entwickeln und bauen. Die Karosserien entstanden in Handarbeit bei der Firma Pio Karosseriebau in Hamburg-Fischbek. Die Serie 1 ist durch den dritten Scheinwerfer sofort zu erkennen. Alle 4 Züge der ersten Serie sind noch erhalten und im Fahrbetrieb bzw. werden gerade restauriert.

1960

Für die Deutsch-Französische Gartenschau 1960 in Saarbrücken wurden neue Züge entwickelt, ebenfalls von der Sollinger Hütte/Pio. Zuerst wurde noch 1959 die Vorserienlok der Serie 2 gebaut, die zuerst als Reservelok diente.

Die neuen Züge mussten sich optisch von den Dortmunder Zügen unterscheiden, da Dortmund vertraglich festgelegt hatte, dass diese Züge nur exklusiv in Dortmund betrieben werden durften. Weiterhin wurden Verbesserungen (z. B. Kühlung) vorgenommen, die sich aus der täglichen Praxis ergeben hatten.
Für den Einsatz in Saarbrücken wurden drei Züge der Serie 2 gebaut, die sie jedoch etwas von der Vorserienlok unterscheiden: sie haben eine 2-teilige Karosserie. Auch alle 3 Züge der Serie 2 sind noch im Einsatz, 2 in Saarbrücken und eine in Karlsruhe.

1963

Von der Serie 3 gab es drei verschiedene Baujahre, die sich in kleinen Details unterscheiden. Sie alle hatten jedoch wieder eine einteilige Karosserie.

1963 wurden drei Züge für die IGA 63 in Hamburg neu gebaut. Einer davon ging nach der Gartenschau nach Saarbrücken.

1967

1967 wurden 2 Züge für die Bundesgartenschau in Karlsruhe gebaut.

1971

Zur Bundesgartenschau 1971 in Köln wurden alle bisher gebauten Escher-Züge umgebaut. Die Loks erhielten einen 90 PS starken Abgas-Entgifteten Porsche-Industriemotor 616/39. Weiterhin wurde die Auspuffanlage von der Lok unter den Hängern nach hinten durchgeführt, um die Geruchsbelästigung zu minimieren.

1973

1973 wurden 4 Züge für die IGA 73 in Hamburg gebaut.

Dadurch ergibt sich folgende Anzahl gebauter Züge:

Insgesamt wurden 17 Züge gebaut, davon waren 13 Züge Eigentum von Henry Escher, die drei Züge der Serie 2 gingen nach der Deutsch-Französichen Gartenschau 1960 in den Besitz der Familie Grandmontagne in Saarbrücken über, die mit dem dunkelblauen 1963er somit 4 Züge besaß.

Die Escher-Züge
Die Grandmontagne-Züge

1975

Zusätzlich entwickelte Escher zusammen mit der Firma Intamin im Jahr 1975 einen Nachfolger. Sie blieb ein Einzelstück, da Intamin den Betrieb auf Akkuloks umstellte.

Lok-Einsatzplan

Der Lok-Einsatzplan zeigt eine Übersicht aller Züge (mit Farbe) und deren Einsatzort:

Porscheloks-Lokplan

[HS]