Eduard I/Bückeburger

Der Berliner Kaufmann Arthur Franke betrieb einen Messebus-Service mit zahlreichen, speziell gebauten Fahrzeugen (Tempo, Hanomag). Für den Touristenverkehr auf Norderney lies er 1955 bei der Karosseriebaufirma Hermann Harmening in Bückeburg einen schienenlosen Gliederzug bauen, der dort als „Dünen-Express“ fuhr. Als Basis des Zugfahrzeugs diente ein VW Käfer.

1955-1956 Norderney

Die Kurverwaltung von Norderney mietete den Zug zur Probe für einen Pendelverkehr zum Oststrand. Da der Test erfolgreich war kauften sie 1957 bis 1958 insgesamt fünf Züge auf VW-Basis, die ebenfalls von der Firma Harmening in Bückeburg gebaut wurden.

1957 Berlin Interbau

1957 fuhr er, zusammen mit „Onkel Arthur„, einem weiteren schienenlosen Zug von Arthur Franke, auf der Interbau Berlin. Hier bekam er den Spitznamen „Eduard I“, benannt nach dem Berliner VW-Händler Eduard Winter.

1958 Brüssel Expo

1958 fuhren beide auf der Expo in Brüssel. Als Werbung für den Hersteller VW fuhren sie unter dem Namen „VW-Express“ über Wolfsburg, Hannover, Dortmund, Köln, Aachen und Lüttich nach Brüssel.

1959 Dortmund Bundesgartenschau

Beide Züge von Arthur Franke fuhren 1959 auf der Bundesgartenschau in Berlin, wo er in Koorperation mit Henry Escher, der drei neue Züge der Sollinger Hütte beisteuerte, tätig war.

Die schienenlosen Züge dienten als Zubringer vom Parkplatz zum Bundesgartenschaugelände.

1978-2006 Tecklenburg

Der Zug war als Toutistenzug, als Besucher-Shuttle im Vogelpark Metelen und als Heide-Express im Einsatz.

2007 Hamburg Prototyp-Museum

Die Betreiber des Hamburger Prototyp-Museums erwarben das Fahrzeug und restaurierten es. Es wird derzeit für Sonderfahrten eingesetzt.


Link: https://prototyp-hamburg.de/

[HS]