Dortmund Westfalenpark

Der Westfalenpark Dortmund wurde zur ersten der drei dortigen Bundesgartenschauen (1959, 1969, 1991) eröffnet. Auf dem Gelände des alten Kaiser-Wilhelm-Hains, des Buschmühlenparks, einer Mülldeponie und verwilderten Kleingartenanlagen entstand eine Parkanlage, deren Mittelpunkt das mit 220 Metern damals höchste deutsche Gebäude, der Florianturm, bildet.

Der Park zählt mit 70 Hektar zu den großen innerstädtischen Parkanlagen in Europa und dient als beliebtes Ausflugs- und Erholungsziel in Nordrhein-Westfalen. Er beheimatet das Deutsche Rosarium, das seinen Besuchern mehr als 3.000 verschiedene Rosenarten präsentiert und ist Ort vieler Konzerte und regelmäßig stattfindender Veranstaltungen, wie etwa des Lichterfestes. Außerdem findet die Abschlusskundgebung der traditionellen 1. Mai-Demonstration des DGB dort statt. Besonders beliebt sind die Konzerte auf der Seebühne sowie das a-cappella-Festival und die Trödelmärkte. Viele Veranstaltungen finden unter dem in der Mitte des Parks gelegenen Sonnensegel statt. Dabei waren die 1980er-Jahre-Partys oder die Ibiza-Partys Publikumsmagneten, die weit über 1.000 Besucher anzogen.

Der Westfalenpark wurde zur Bundesgartenschau Euroflor 1969 um 10 Hektar erweitert. Auf dem Areal entstanden das Rosarium und, in seinem Zentrum, das Wasserherz, ein Bassin, dessen Pegelstand periodisch wechselt. (Wikipedia)

1959 Bundesgartenschau

Henry Escher gründete zur Bundesgartenschau, zusammen mit Arthur Franke aus Berlin, die „Henry Escher Ausstellungsbahnen KG“. Es wurden vier Züge der Serie 1 bei der Sollinger Hütte Uslar/Piotrowski Hamburg bestellt. Später folgte noch eine Lok der Vorserie 2, die als Reservelok fungierte.

Details: 1959 Dortmund Buga

Escher erwarb von Franke die beiden schienenlosen Züge „Bückeburger“ und „Onkel Arthur“ (Spitzname bei Escher „Der alte Fritz“). Zusätzlich wurden drei neue Züge bei der Sollinger Hütte Uslar/Piotrowski Hamburg geordert, so dass insgesamt fünf schienenlose Züge als Parkplatz-Zubringer eingesetzt werden konnten.

1960-1968

Zwischen 1960 und 1968 lief der Betrieb mit vier Zügen weiter. Arthur Franke stieg aus der Firma aus. Die schienenlosen Züge wurden bei Messen eingesetzt, es wurden zwölf neue schienenlose Züge von Kässbohrer gebaut. Die Reservelok wurde 1960 nach Saarbrücken verliehen und ging 1963 endgültig nach Hamburg. Nach 1967 kamen die zwei Züge 5 und 6 aus Karlsruhe dazu. Die Lokhalle wurde von 4 auf 6 Plätze erweitert.

1969 Bundesgartenschau Euroflor

Zur Bundesgartenschau „Euroflor“ 1969 in Dortmund fuhren alle sechs stationierten Züge sowie die Schienenlosen als Zubringer.

Details: 1969 Dortmund Euroflor

1970-1990

Nach der Euroflor lief der Betrieb mit den sechs Zügen weiter. Zug 1, 4, 5 und 6 wurden zu verschiedenen Gartenschauen verliehen. 1975 wurde Zug 4 nach Amsterdam verkauft. Nach dem Tod von Henry Escher sen. 1976 wurde der Betrieb mit Ausnahme der Dortmunder Bahn an Intamin verkauft. Im August 1988 folgte auch die Dortmunder Bahn.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Züge und die jeweiligen Hänger die gleiche Lackierung. Grund dafür war, dass der TÜV immer ganze Zugeinheiten abgenommen hat. Ab 1988 änderte sie die Prüfung, so dass die Loks und Waggons untereinander getauscht werden konnten.

So wurde der blaue Zug 1 nach einem Unfall im Jahr 1988 analog zu Zug 2 in rot lackiert. Zug 6 erhielt, ebenfalls nach einem Unfall, eine 1973er Karosserie.

1991 Bundesgartenschau

Zur Saison 1991 wurden alle Porscheloks von Intamin ausgemustert und durch Elektrozüge ersetzt.

Details: 1991 Dortmund Buga

1992-heute

Intamin betreibt die Bahn mit vier Elektrozügen weiter.

[HS]