Köln Rheinpark

Der Rheinpark ist ein am Rhein zwischen den Stadtteilen Deutz und Mülheim gelegener rechtsrheinischer Naherholungsbereich in Köln. Der Park mit seiner wechselvollen Geschichte steht seit dem Jahr 1989 unter Denkmalschutz.

1928 Pressa

Die erste anlässlich der Pressa 1928 eingesetzte Kleinbahn befuhr die Strecke zwischen der Deutzer Brücke und dem Mülheimer Hafen.

1957 Bundesgartenschau

Zur ersten Bundesgartenschau im Jahr 1957 erhielt sie ihre bis heute beibehaltene, als Rundkurs zwischen „Tanzbrunnen“ und „Rosengarten“ angelegte, Streckenführung. Hierbei befährt sie auch das immer noch an den ehemaligen Festungsgraben erinnernde Gelände an der Ostseite des Parkcafés.

Die Parkeisenbahn mit einer Spurbreite von 381 mm und drei Dampfzügen von Krupp namens „Rosenkavalier“, „Männertreu“ und „Fleißiges Lieschen“, betrieben durch die Kölner Verkehrs-Betriebe, welche internationales Aufsehen erregte. Die Züge hatten den Zweiten Weltkrieg in einem Lokschuppen überstanden.

Die Bahnen trugen verschiedene ihnen durch die Bevölkerung vermittels eines Preisausschreibens ausgewählte Namen. So zum Beispiel „Fleißiges Lieschen“, „Männertreu“ oder „Rosenkavalier“. Mit ihrem anfänglichen Dampflokbetrieb und ihrer hohen Beliebtheit war zu ihrer „Glanzzeit“ ein Personalaufwand von 80 Personen erforderlich.

Im Jahr darauf wurde der Betrieb aus Kostengründen wieder eingestellt, die Züge nach Großbritannien verkauft. Das „Fleißige Lieschen“ läuft seit 1976 als „Black Prince“ bei der Romney, Hythe and Dymchurch Railway.

1971 Bundesgartenschau

Henry Escher erhielt den Zuschlag für den Betrieb der Ausstellungsbahn für die Bundesgartenschau 1971 mit fünf schienengebundenen sowie fünf schienenlosen Zügen. Aus Kostengründen wurden die vorhandenen Gleise der 381 mm Spur verwendet und auf 600 mm verbreitert. Es wurden die Züge 1 und 6 aus Dortmund und die Züge 7,8 und 9 aus Hamburg eingesetzt (Hamburg war wegen Umbau zur IGA 1973 geschlossen).

Details: 1971 Köln Buga

1972

Ursprünglich lief der Vertrag mit der Henry Escher KG und der Stadt Köln für den Betrieb der Kleinbahn bis 31.12.1977. Aufgrund des Verlustes von ca. DM 150.000 – DM 200.000 während der BUGA entschloss sich Henry Escher, aus dem Vertrag auszusteigen.

Er verkaufte die Anlage (ohne Züge) für DM 150.000 an den Kölner Betreiber des Thermalbads, Gustav Adolf Theill. Die technische Betreuung und Sicherung der Anlage übernahm die Henry Escher KG mit Ihrem Dortmunder Betriebsleiter Gert Wassermann. Weiterhin wurde im Jahr 1972 ein Porschezug, vermutlich Zug 6, nach Köln verpachtet. Durch den Verkauf der Anlage, die Verpachtung des Zuges und die Gebühren für die Betreuung konnte der Verlust größtenteils aufgefangen werden.

1973 – 1980

Der gepachtete Porschezug ging nach Hamburg zur IGA 1973. Theill kaufte bei der Leverkusener Firma „Schwingel“ einen Western-Zug mit fünf Anhängern.

1981 – 2000

Der Kaufmann Karlheinz Potrz erwarb die Bahn. Zuerst erstand er 1985 eine Lokomotive vom Typ DIEMA. Dann kam 1992 ein weiterer Western-Zug der Firma Schwingel hinzu. Dieser wurde von dem Künstler Otmar Alt mit Motiven aus der Grafikserie „Meine Tiere“ neu lackiert und fährt heute als „Kunstzug“ durch den Rheinpark.

2001 – 2015

Die Porsche-Lokomotive von Zug 1 (Serie 1 Baujahr 1959), die schon bei der zweiten Bundesgartenschau 1971 im Einsatz war, konnte 2001 von Intamin erworben und neu restauriert werden. Karlheinz Potrz und sein kleines Team machten die Bahn wieder fahrtüchtig.

Die Wagen des alten Western-Zuges wurden im Winter 2005/2006 wieder auf den neuesten Stand gebracht.

2016

Ein Kölner Kaufmann erwarb die Bahn und führt den Betrieb seit dem weiter. Im Jahr 2019 erwarb er von Intamin eine weitere Porschelok (von Zug 2 Serie 1 Baujahr 1959 – Intamin Zug 4), die zur Zeit von Grund auf restauriert wird.

Homepage: Kleinbahn Köln